„Ich habe Michel zum Thema gemacht“

Fünf Fragen an... Pascal Hühner

Der Klever Angreifer spielt ab dem Sommer mit seinem Bruder Michel Wesendonk zusammen in einem Team. Wie es dazu kam, verrät er exklusiv im Interview mit FC Aktuell. Außerdem verrät er die Stärken seines Bruders und dass die Mannschaft weiterhin von Spiel zu Spiel denkt.

Dein älterer Bruder Michel Wesendonk wechselt zur neuen Saison zur Landesliga-Mannschaft des 1. FC Kleve. Hat er dich vorher um Rat gefragt?

Pascal Hühner: Mein Bruder und ich stehen im täglichen Kontakt – sei es am Telefon oder wenn wir uns bei meinen Eltern treffen. Sonntags nach den Spielen ist mein Bruder auch der Erste, der mich anruft und fragt, wie das Spiel gelaufen ist und ob ich ein Tor erzielt habe. Beim 1. FC Kleve hab ich ihn aber zum Thema gemacht. Er spielt schon seit mehreren Jahren auf einem guten Niveau und wollte schon gerne nochmal höher spielen. Deshalb habe ich den Kontakt hergestellt. Natürlich hat mich mein Bruder aber auch um Rat gefragt, ob er ins Team passe und es bei uns schaffen kann. Ich freue mich, dass er zu uns kommt, weil ich zum einen meine beiden Patenkinder, seine Kinder, bestimmt öfters beim Spiel sehen werde und zum anderen suchen wir ja schon seit Jahren einen echten Stürmer. Michel hat allein in der Hinrunde in einer sehr starken Bezirksliga-Gruppe 22 Tore gemacht. Ich glaube, dass er von der fußballerischen Qualität her gut zu uns passt.

Welche fußballerischen Stärken bringt dein Bruder mit an den Bresserberg? 

Hühner: Vor allem seine Beidfüßigkeit – es gibt selbst im Profifußball nur sehr wenige, die mit beiden Füßen stark sind und auch mit beiden Füßen einen Freistoß schießen können. Michel hat das schon in der Jugend gekonnt. Außerdem sind seine Schnelligkeit und seine Abschlussstärke, die sich auch in seiner Torquote wiederspiegelt, seine großen fußballerischen Stärken.

Dein Bruder spielt ebenso wie du im Angriff.  Wie wird das für dich, wenn der Konkurrent der eigene Bruder ist?

Hühner: Ich habe ja auch jetzt schon direkte Konkurrenten im Team, mit denen ich befreundet bin und mit denen ich auch in der Freizeit etwas unternehme. Ich habe da keine Angst vor, zumal wir – so wie uns unser Trainer Umut Akpinar zurzeit spielen lässt – mit vier Offensivleuten agieren. Da wäre auch Platz für uns beide. Aber ich habe Michel auch schon gesagt, dass es keine Selbstverständlichkeit ist. Wir haben viele gute Fußballer, da muss jeder hart arbeiten. Aber ich glaube, dass auch Michel den Sprung in die Startelf schaffen kann.

Nur noch sieben Spiele gibt es für Euch in dieser Saison zu bestreiten. Der FSV Duisburg hat am vergangenen Wochenende wieder überraschend Federn lassen. Wie weit – schätzt du – seid Ihr noch vom Aufstieg entfernt?

Hühner: Wir sehen das als Team so wie Umut: Wir schauen von Spiel zu Spiel und davon haben wir noch einige. Wir haben ja auch zuletzt beim Derby in Sonsbeck gesehen, dass ein Spiel, das von der Tabelle her eigentlich ein Selbstläufer ist, ein ganz schwieriges werden kann. Das Spiel beim PSV Wesel-Lackhausen war schon in der Hinrunde nicht einfach und auch auf dem Klosterhardter Kunstrasen haben wir noch lange nicht gewonnen. Das Heimspiel gegen den FSV Duisburg wird dann natürlich nochmal ein Highlight, aber das ist ja noch zwei Wochen hin und so lange schielen wir zwar auf die Tabelle, denken aber von Spiel zu Spiel.

Welche Schlagzeile würdest du im Falle des Aufstieges gerne lesen?

Hühner: Die Schlagzeile ist mir eigentlich egal. Nach fünf Jahren würde ich mich einfach über ein erfreuliches Abschneiden freuen. Ich glaube allerdings, dass es, wenn wir sonntags aufsteigen würden, so eine Sause gebe, dass ich montagsmorgens sowieso gar kein Auge aufbekomme.

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