Christoph Thyssen bleibt Vorsitzender

Der neue Vorstand: Joris Ernst, Lukas Verlage, Christoph Thyssen, Detlev Fischer, Ulrich Joeken, Hans Noy, Sabrina Peters,Stefan Schneiders und Ludger Ferdenhert (v.l.)

„Das Schiff schwimmt stabil", sagte Lukas Verlage, zweiter Vorsitzender des 1. FC Kleve, auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung des 690 Mitglieder starken Vereins. Nicht nur die sportlichen Erfolge – die beiden Klassenerhalte im Sommer der ersten Mannschaft in der Oberliga und der zweiten Mannschaft in der Bezirksliga sowie jüngst der Einzug der Oberliga-Elf in das Halbfinale des Niederrheinpokals – stimmten Verlage positiv, sondern auch der positive Jahresabschluss auf der Finanzseite. „Die Sponsoringeinnahmen sind in gleichem Maße gestiegen wie der Etat der Mannschaften", erläuterte Verlage.

Nach dem Jahresbericht des Vorstandes schenkten die anwesenden Mitglieder der Vereinsspitze erneut ihr Vertrauen: Einstimmig wählten sie Christoph Thyssen zum ersten Vorsitzenden und Lukas Verlage zum zweiten Vorsitzenden wieder. Ihnen stehen Detlef Fischer (Geschäftsführer), Hans Noy (Sponsoring), Joris Ernst (Mitgliederwesen), Ulrich Joeken (Schriftführer), Stefan Schneiders (Spielbetrieb), Ludger Ferdenhert (Platzanlage) und Sabrina Peters (Kommunikation) in den kommenden zwei Jahren zur Seite. Andreas Braam schied auf eigenen Wunsch nach seiner zweijährigen Tätigkeit als Schriftführer aus. Der Verwaltungsrat des 1. FC Kleve hat mit Dr. Volker Klinkhammer zudem ein neues Mitglied bekommen. Leo Siebing beendete dagegen seine Tätigkeit im Verwaltungsrat aus gesundheitlichen Gründen. Helmut van Baal wurde außerdem in den Ehrenrat gewählt.

In der kommenden Amtsperiode möchte sich der Vorstand weiterhin mit der Sportanlage am Bresserberg beschäftigen. Die Stadt Kleve hatte zuletzt angekündigt, für 350.000 Euro die Tribüne in der Getec-Arena mit Fenstern und Sanitäranlagen Instand setzen zu wollen. Eine Fertigstellung des Komplexes, der 1,6 Millionen Euro betragen würde, sei aber nicht vorgesehen. Der Verein selbst konzentriert sich indes auf das Gelände, das dem 1. FC Kleve gehört und auf dem zurzeit die „Sportsbar" und Kabinen untergebracht sind. „Dieses Gelände liegt im Herzen der Sportanlage und ist das Zentrum des Vereins", sagte Thyssen auf der Jahreshauptversammlung. Für den Ausbau dieses Geländes liegen erste Pläne vor, welche die Architekten von „ReppCo" in Zusammenarbeit mit dem Verein erarbeitet haben.

Diese sehen vor, dass der Großteil der „Sportsbar" inklusive Kabinen abgerissen und der Hang abgetragen wird, so dass ein zweigeschossiger Neubau entstehen kann. Er soll jeweils im oberen und unteren Bereich vier Kabinen beheimaten, wovon jeweils zwei mit einem Dusch-Bereich ausgestattet werden sollen. Zudem soll das Gebäude über mehrere Toiletten verfügen, die auch zugänglich sein sollen, wenn die „Sportsbar" nicht geöffnet hat. „Einen Thekenbereich wollen wir zudem beibehalten, denn der gehört zu einem Verein dazu", sagte Thyssen und ergänzte: „Es ist allerdings noch kein Projekt in trockenen Tüchern. Es kann sich auch noch herausstellen, dass diese Planungen für uns nicht umsetzbar sind oder das Gebäude zu klein wird. Wir arbeiten aber daran, die Planungen voranzubringen."

Der Vorstand informierte die Mitglieder außerdem über den aktuellen Stand in der Grundstücksangelegenheit „Stadionstraße 46". Hier kommt es im Dezember zu einem Gerichtstermin zwischen der Stadt Kleve und dem Verein. Die Stadt Kleve fordert in dem Prozess das Geld zurück, dass sie für die Lastenfreimachung des Grundstückes aufwenden musste, nachdem der Verein das Grundstück inklusive Immobilie an die Stadt übertragen hatte. Ein Mahnbescheid, gegen den der 1. FC Kleve Widerspruch einlegte, beläuft sich auf mittlerweile rund 186.000 Euro. Der Verein ist der Auffassung, dass die Stadt Kleve die Forderung bereits im mittlerweile abgeschlossenen Insolvenzverfahren hätte stellen müssen.

 

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